Wer wir sind – Geschichte

Unsere Geschichte

  • 1978/79

    Gründung

    Im Jahr 1978 gab der damalige Rektor der „Hochschule für Bildungswissenschaften in Klagenfurt“, der heutigen Alpen-Adria-Universität (AAU), den Impuls zum Aufbau von Sommersprachkursen für Deutsch als Fremdsprache (DaF). Unter der Federführung von Robert Saxer vom Institut für Germanistik wurde der Verein „Deutsch für Ferienkurse“ gegründet. Im Studienjahr 1978/79 wurden zum ersten Mal mehrere Germanistik-Studierende für ihre Tätigkeit als Sprachlektor/inn/en ausgebildet, eine Praxis, die Jahr für Jahr am Germanistik-Institut (Fachbereich DaF) bis heute fortgeführt wird.

    Im Sommer 1979 fanden die ersten Deutschkurse statt; es wurden 44 Teilnehmer/innen verzeichnet.

  • 1984

    Der „Mundl“ wird „geboren“

    Der Mundl ist seit 40 Jahren unser Maskottchen.

    Mundl auf Reisen

    Unser Maskottchen „Mundl“ wurde vom bekannten Kärntner Designer und Grafiker Johann „Brandy“ Brandstätter erschaffen. Wenig später entwickelte sich daraus unser Logo, das bis heute – wenn auch in leicht abgeänderter Form und Farbgebung – in Verwendung ist. 2015 haben wir eine 1,60 m große Stoffpuppe in Auftrag gegeben. So fährt der „Mundl“ nun bei Ausflügen mit, sitzt manchmal in den Klassenzimmern und steht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern jederzeit gratis für Fotos zur Verfügung.

  • 1992

    Namensänderung

    Die AAU Klagenfurt war die erste österreichische Universität, die eine systematische DaF-Lehrer/innen-Ausbildung anbot. Dementsprechend war sie einige Jahre führend in der Fortbildung von DaF-Lehrer/inne/n in Österreich und zahlreichen, v. a. europäischen Ländern, sowie in der Entwicklung von DaF-Lehrwerken und DaF-Curricula in mehreren dieser Länder (Albanien, Dänemark, Italien, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Türkei).

    Dazu kam die maßgebliche Beteiligung an der Gründung des Österreichischen Lehrerverbandes Deutsch als Fremdsprache (ÖDaF) und an der Entwicklung des weltweit verbreiteten Österreichischen Sprachdiploms (ÖSD) – dessen Leiterin Dr. Manuela Glaboniat dem DaF-Bereich des Klagenfurter Germanistik-Instituts vorsteht. Zu den entsprechenden Institutionen der anderen deutschsprachigen Staaten (v. a. Goethe-Institut in Deutschland, Herder-Institut in der damaligen Deutschdemokratischen Republik und Universität Fribourg in der Schweiz) wurden erste Kontakte hergestellt.

    Da der Verein ein wesentlicher Impulsgeber für diese Entwicklungen war, änderte er zwischenzeitlich seinen Namen in „Deutsch in Österreich. Sprachkurse für Ausländer“.

  • 1993/94

    Einführung des Hochschullehrgangs

    Im Jahr 1993 entschloss sich die Universitätsleitung, die in jedem Semester als Lehrveranstaltungen laufenden Deutschkurse für nichtdeutschsprachige Gaststudierende in Form eines Hochschullehrgangs zu organisieren, um die fachliche und organisatorische Professionalität dieser Kurse zu sichern.

    1994 wurde das Statut dieses Hochschullehrgangs vom Universitätskollegium beschlossen, die Durchführung wurde dem Verein übertragen. Auf der Grundlage des Universitätsgesetzes 2002 wurde er in „Universitätslehrgang für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ umbenannt. Die Zahl der Teilnehmer/innen pro Semester liegt bei durchschnittlich 200. Das Besondere des Universitätslehrgangs – das auch in seiner Bezeichnung „Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ zum Ausdruck kommt – ist der integrative Unterricht für ausländische Gaststudierende und einheimische nichtdeutschsprachige Teilnehmer/innen.

  • 1997

    Erweiterung des Kursangebots

    Da es im Sprachkursbüro des Vereins immer wieder Anfragen bezüglich der Veranstaltung von Fremdsprachenkursen (neben dem Deutschkursangebot) gab, entschloss sich der Verein, sein Kursangebot zu erweitern und seinen Namen ein weiteres Mal zu ändern, und zwar in „Deutsch in Österreich. Verein für Fremdsprachenkurse“.

    1997 wurden in enger Kooperation mit dem Institut für Anglistik und Amerikanistik erstmals probeweise Englischkurse angeboten. Der Erfolg dieser Kurse ermutigte zum Aufbau des Sprachenzentrums und zum Start von Kursen in den Sprachen Englisch, Italienisch und Slowenisch.

    Während die Englisch- und Italienisch-Kurse von Anfang an „richtige Renner“ waren, stiegen die Teilnehmer/innen-Zahlen für Slowenisch erst in den letzten Jahren stärker an. Eine Attraktion dieser Kurse neben dem universitären Ambiente ist die Tatsache, dass sie ausschließlich von Native Speaker geleitet werden. Dies war möglich, weil unter anderem auf die fachlichen und personellen Ressourcen der Institute für Anglistik und Amerikanistik, Romanistik sowie Slawistik zurückgegriffen werden konnte.

    Heute setzt der Verein auch in diesem Angebotssegment ausschließlich eigenes Know-how ein und rekrutiert muttersprachliche Lehrkräfte weitestgehend selbst. Zudem bieten wir seit einigen Jahren erfolgreich Kurse für Spanisch an.

  • 2016

    Tod unseres Gründervaters

    Im März 2016 ereilt uns die traurige Nachricht, dass der Gründer und Mentor von „Deutsch in Österreich“, Oberrat Prof. Dr. Robert Saxer, nach kurzer aber schwerer Krankheit verstorben ist. Wir wissen, was wir Robert zu verdanken haben: Ohne ihn wären wir nicht das, was wir heute sind. Seine Expertise, seinen reichen Erfahrungsschatz, seinen unermüdlichen Einsatz und seine Menschlichkeit vermissen wir unendlich. Wir werden dich immer in Erinnerung bewahren, lieber Robert.

  • 2017

    Einführung des Vorstudienlehrgangs (VAAU)

    Im Wintersemester 2017/2018 fand erstmals der Vorstudienlehrgang zur Vorbereitung auf Ergänzungsprüfungen der Alpen-Adria-Universität (VAAU) statt.

    Das Ziel des Vorstudienlehrgangs ist es, Studienwerber/inne/n mit nichtdeutscher Muttersprache Kurse auf internationalem Sprachniveau anzubieten, sie darauf vorzubereiten und die erforderlichen Prüfungen abzunehmen. Zu den Ergänzungsprüfungen zählen der Nachweis über Kenntnisse der deutschen Sprache sowie Inhalte und Anforderungen, die eine Gleichwertigkeit zur österreichischen Reifeprüfung herstellen. Die Sprachvermittlung erfolgt mittels kommunikativem Sprachunterricht mit Training der vier Sprachfertigkeiten (Hören, Sprechen, Schreiben, Lesen) sowie gesondertem Aussprachetraining. Die Kursinhalte werden in Kursen mit üblicherweise 14 Teilnehmer/inne/n mittels adäquater, auf die Kursgruppe und ihr Sprachniveau präzise abgestimmten Unterrichtsmaterialien, erarbeitet.

  • 2018

    ÖIF-Zertifizierung + MORE-Programm

    Anfang 2018 wurde im Zuge der Zertifizierung als ÖIF-Kursträger das Angebot um ÖIF-Integrationskurse (in Form von Intensivkursen) und ÖIF-Integrationsprüfungen erweitert. Integrationskurse werden auf den Sprachniveaus A1 und A2 angeboten, Integrationsprüfungen für die Sprachniveaus A1, A2 und B1.

    Zudem erging seitens der AAU der Auftrag, ab dem Sommersemester 2018 Deutschkurse im Rahmen des MORE-Programms abzuwickeln. Mit Hilfe des MORE-Programms an der Alpen-Adria-Universität (AAU) wird es Menschen mit Fluchthintergrund ermöglicht, Zugang zum österreichischen Hochschulsystem zu erlangen. Ziel ist es, ihnen dadurch bessere Zukunftschancen zu eröffnen. Im Rahmen des MORE-Programms werden für diese Zielgruppe kostenlose Deutschkurse angeboten.

  • 2019

    TÜV-Zertifizierung

    Am 30. Oktober 2019 ist es geschafft: Die Qualität unserer Kurse wurde durch die TÜV AUSTRIA CERT GMBH nach ISO 29990 geprüft und unter der Zertifikatsnummer 20285193005776 verbrieft.

  • 2020

    Ö-Cert

    Wir sind Ö-Cert-Qualitätsanbieter in der Erwachsenenbildung. Die österreichweite Anerkennung unserer Qualitätsmaßnahmen hat einen Namen: Ö-Cert. Es legt österreichweit Qualitätsstandards für Erwachsenenbildungsorganisationen fest und schafft unbürokratisch Transparenz für Bildungsinteressierte und für Fördergeber/innen.

  • März 2020

    Corona – neue Wege Richtung E-Learning

    Die Covid-19-Pandemie und die damit einhergehenden Präventionsmaßnahmen verunmöglichen Präsenzunterricht ab dem 10. März. Wir nehmen die Krise als Chance. Wir waren und sind Verfechter von Präsenz-Unterricht, aber auch unser Online-Unterricht entspricht unseren Qualitätsansprüchen und wird auch nach der Krise einen (hoffentlich kleinen) Teil unseres Angebots bilden.